Zum Inhalt der Seite

Ein bisschen Demut

In manchen Wochen der Coronakrise streamte Pianist Igor Levit täglich Konzerte aus seiner Wohnung. »Wer bin ich, zu sagen, dass das Zuhören offline wertvoller ist als online?« fragte er nun rhetorisch in der Berliner Zeitung vom Sonnabend. Kollegen hätten moniert, dass Onlinezuhörer während des Konzerts möglicherweise auf der Toilette säßen. Levit will ihnen entgegnet haben: »Was bildest du dir ein? Die Leute können auf der Toilette sitzen oder wo auch immer: Sie hören dir zu. Hab mal ein bisschen Demut!« (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.09.2020, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!