Zum Inhalt der Seite

BRD-Investitionen in Russland gehen zurück

Moskau. Angesichts der Coronakrise haben deutsche Firmen in Russland zuletzt weniger investiert. Die deutsch-russische Außenhandelskammer (AHK) sprach am Samstag in Moskau von einem deutlichen Einbruch bei den Nettodirektinvestitionen. Es sei mehr Kapital abgezogen als investiert worden, sagte AHK-Chef Matthias Schepp. Zahlen der Bundesbank zufolge zogen deutsche Unternehmen von März bis Juni 1,1 Milliarden Euro Kapital aus Russland ab. Der AHK zufolge waren die deutschen Investitionen in den vergangenen 20 Jahren in einem zweiten Quartal noch nie so niedrig wie zuletzt. Nach AHK-Angaben gab es bei den Gesamtinvestitionen im ersten Halbjahr dieses Jahres dennoch ein Plus von knapp 700 Millionen Euro. Das sei auf den guten Jahresstart zurückzuführen. »Viele Firmen hatten sich auf ein gutes Jahr im Russland-Geschäft eingestellt, dann kam Corona«, sagte der Kammerchef. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 31.08.2020, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!