Zum Inhalt der Seite

Israel: Gericht verbietet Zerstörung von Wohnung

Jerusalem. Israels Höchstes Gericht hat am Montag die Zerstörung der Wohnung eines Palästinensers verboten, der wegen der Tötung eines israelischen Soldaten angeklagt ist. Es folgte damit dem Antrag der Menschenrechtsorganisation Hamoked, wie die Gruppe mitteilte. Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass die Ehefrau und die acht Kinder des mutmaßlichen Attentäters noch in der Wohnung lebten. Daher dürfe nur das Zimmer des im Juni angeklagten Palästinensers versiegelt werden. Jessica Montell, Leiterin von Hamoked, begrüßte die Entscheidung des Gerichts, forderte jedoch gleichzeitig ein umfassendes Verbot von Häuserzerstörungen, die Israel als Abschreckungsmittel einsetzt. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.08.2020, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!