Zum Inhalt der Seite

Offiziell kaum rechte Fälle an Polizeischule

Berlin. An der Akademie der Berliner Polizei im Bezik Spandau hat es in den vergangenen Jahren nach offiziellen Angaben fünf Vorfälle »mit rechtsextremistischem oder fremdenfeindlichem Bezug« gegeben. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus hervor. Dabei ging es demnach um islamfeindliche bzw. faschistische Symbole und Parolen an zwei Standorten der Polizeiakademie sowie einmal um »rechtsmotivierte« beleidigende Äußerungen, wie die Deutsche Presseagentur am Dienstag berichtete. Die Täter müssen demnach nicht in allen Fällen Polizeischüler gewesen sein, weil es dort neben der Ausbildung auch Fortbildungen gibt, so der Senat. Insgesamt werden in der Ausbildungsstätte ständig etwa 2.500 Polizeischülerinnen und -schüler von rund 230 Lehrkräften unterrichtet. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2020, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!