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Griechenland: Gewalt im Camp Moria

Athen. Im Flüchtlingslager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos wurde während eines Streits zwischen Bewohnern ein 19jähriger mit einem Messer erstochen. Dies berichtete am Montag der staatliche Rundfunk ERT-Ägäis unter Berufung auf das Krankenhaus der Insel. Weitere zwei Menschen kamen mit gefährlichen Verletzungen in die Klinik. Andere Migranten erlitten leichte Verletzungen, berichteten örtliche Medien. Laut der Polizei eskalierte ein Streit um ein gestohlenes Handy. Mehrere Migranten wurden festgenommen. In Moria gibt es immer wieder Streitigkeiten zwischen den Menschen, die auf engstem Raum zum Teil in Hütten und unter Plastikplanen leben. In und um das Lager herum, es hat offiziell eine Aufnahmekapazität von 2.757 Personen, harren nach jüngsten Angaben knapp 15.300 Menschen aus. Um das eigentliche Camp Moria hat sich ein weiteres, »wildes« Lager gebildet. Hilfsorganisationen und das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) fordern seit Jahren, dass das Lager aufgelöst wird und die Menschen in bessere Unterkünfte gebracht werden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2020, Seite 7, Ausland

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