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Aus: Ausgabe vom 04.07.2020, Seite 10 / Feuilleton

Das Ende des Bargeldes

Von Thomas Gsella

Das Bargeld stirbt. Die Münzen und die Scheine,

So alt wie das Geschäft, man wirft sie fort.

Und zwei Berufe, zwei, um die ich weine,

Sie sterben mit. So lest mein Abschiedswort:

*

Der Bankräuber! Er drang in die Filialen

Mit Macht und einem Strumpf auf dem Gesicht.

Der Bettler! Ließ sich gleichfalls bar auszahlen.

Genug davon besaßen beide nicht.

*

So war man ihnen einen Ausgleich schuldig

Und gab es gern: das gute bare Geld.

Der Räuber nahm es schnell, fast ungeduldig,

Der Bettler hatte alle Zeit der Welt.

*

Nichts ist ein Bankraub gegen Bankengründung,

Schrieb Bertolt Brecht. Und nichts die Bettelei. –

Ade, du Strumpf, adieu, Pistolenmündung,

Viel Glück, du leere Hand. Gott steh euch bei.

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