-
09.06.2020
- → Betrieb & Gewerkschaft
IG Metall: Sozialer Kahlschlag befürchtet
Stuttgart. Wer bezahlt die ökonomischen Folgekosten der Coronakrise? Eine der gesellschaftlichen Grundfragen derzeit. Die IG Metall geht davon aus, dass die negativen Auswirkungen für die Unternehmen hauptsächlich auf die Belegschaften abgewälzt werden. Die Metaller fürchten im Zuge dieser Krise einen »sozialen Kahlschlag« in vielen Betrieben und Branchen. »Es verstärkt sich bei uns der Eindruck, dass die Krise überwiegend auf den Schultern der Beschäftigten abgeladen werden soll«, sagte der IGM-Bezirkschef von Baden-Württemberg, Roman Zitzelsberger, am vergangenen Freitag bei einer Pressekonferenz in Stuttgart. Ankündigungen von Sparplänen und Stellenabbau nähmen zu. Zugleich seien die Gespräche mit der Kapitalseite über Möglichkeiten zur Bewältigung der Krise »äußerst schwierig«, sagte Zitzelsberger. Die IG Metall habe eine Kampagne mit zehn Forderungen ins Leben gerufen, um der Entwicklung entgegenzuwirken. Kernpunkte sind die Sicherung von Arbeitsplätzen und Einkommen, aber auch der Gesundheitsschutz der Beschäftigten. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!