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UNO: EU-Länder verletzen im Mittelmeer Menschenrecht

Genf. EU-Länder verstoßen nach UN-Angaben mit der Rückweisung von Flüchtlingen im Mittelmeer gegen das humanitäre Völkerrecht. Das UN-Menschenrechtsbüro und das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) verlangten am Freitag in Genf eine Öffnung der Häfen für humanitäre Rettungsschiffe. Sie verurteilten Maßnahmen wie in Griechenland oder Malta, wo Flüchtlingsboote in internationale Hoheitsgewässer zurückgedrängt oder sogar nach Libyen zurückgebracht würden. Sie kritisierten zudem das Festsetzen der letzten verbliebenen Rettungsschiffe »Alan Kurdi« and »Aita Mari« in Italien. »Solche Maßnahmen gefährden Menschenleben«, sagte UNHCR-Sprecher Charlie Yaxley. Rupert Colville, Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros, betonte, dass viele Flüchtlinge schutzbedürftig seien und das Recht hätten, gehört zu werden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2020, Seite 1, Ausland

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