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»Judensau«-Relief soll Gedenkkonzept erhalten

Zerbst. Das antisemitische Relief an der Ruine der Stadtkirche im sachsen-anhaltinischen Zerbst soll um Elemente zur historischen Einordnung ergänzt werden. Auch sei das Einlassen einer Bodenplatte unmittelbar unter der »Judensau«-Plastik geplant, wie die Magdeburger Volksstimme am Dienstag online berichtete. Es handelt sich demnach um das einzige Relief seiner Art, das im Bereich der Evangelischen Landeskirche von Anhalt noch erhalten ist. Eine ähnliche Abbildung befindet sich an der Stadtkirche von Wittenberg. Anfang Februar hatte das Oberlandesgericht Naumburg entschieden, dass jene Plastik nicht abgenommen werden muss. Die Wittenberger »Judensau« sei in ein Gedenkkonzept eingebunden. Der Kläger, ein jüdischer Mann aus Berlin, legte Revision ein. So muss sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mit der antisemitischen Darstellung befassen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.03.2020, Seite 15, Antifaschismus

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