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Indien: Sonderfonds für Pharmaindustrie

Neu-Delhi. Die Regierung von Indiens hindu-nationalistischem Premierminister Narendra Modi richtet einen Fonds von fast 100 Milliarden Rupien (1,23 Milliarden Euro) ein, um Unternehmen dazu zu bewegen, pharmazeutische Inhaltsstoffe im eigenen Land herzustellen, wie Bloomberg am Sonntag berichtete. Dadurch solle die Abhängigkeit von Importen aus China reduziert werden. Das Programm umfasse laut Regierungserklärung Ausgaben für die Infrastruktur von Arzneimittelherstellungszentren und finanzielle Anreize von bis zu 20 Prozent des zusätzlichen Verkaufswertes in den kommenden acht Jahren. Indien importiert dem Bericht zufolge fast 70 Prozent seiner pharmazeutischen Wirkstoffe aus der Volksrepublik. Eine Reihe dieser Chemikalien werde aus der Provinz Hubei, dem Epizentrum des Coronavirusausbruchs, bezogen. Indien sei der weltweit größte Einzelexporteur von Generika, also lizenzfreien Medikamenten, und produziere etwa ein Fünftel des weltweiten Angebots. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.03.2020, Seite 9, Kapital & Arbeit

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