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Neu erschienen

Rotfuchs

Die monatlich erscheinende »Tribüne für Kommunisten, Sozialisten und andere Linke« wendet sich mit mehreren Beiträgen gegen das Manöver »Defender 2020«. Peter Steiniger (Brasilien), Ulrich Sommerfeld (Iran), Anton Latzo (Russland-Serbien) untersuchen internationale Vorgänge. Matin Baraki äußert sich zu »Der deutsche Imperialismus nach dem vorläufigen Ende des europäischen Sozialismus«. Dirk Krüger beginnt einen zweiteiligen Artikel über die Schriftsteller Bruno Frei und Rudolf Leonhard (»Die Männer von Vernet«). Dokumentiert wird die Rede Peter Michels zur Verleihung des GBM-Menschenrechtspreises 2019 an den Theologen Peter Franz. Rudi Kurz erzählt von einer Busreise nach Paris im Jahr 1992, an der auch Lotte Ulbricht teilnahm. Eike Kopf berichtet über frühe Pläne der BRD zur Beseitigung der DDR. (jW)

Rotfuchs, März 2020, 40 Seiten, kostenlos, Spende erbeten, Bezug: Rainer Behr, Postfach 820231, 12504 Berlin, Tel.: 030/98389830, E-Mail: ­vertrieb@rotfuchs.net

Sozialismus

Joachim Bischoff schreibt über das »schleichende« Ende der »Ära Merkel«. Die Bundeskanzlerin sei nicht verantwortlich für den Niedergang der Union, meint er. Auch viele andere konservative Parteien in der EU seien in den letzten Jahren »in eine existenzbedrohende Krise hineingeschlittert«. Und die von rechten Kritikern beklagte »Sozialdemokratisierung« der CDU durch Merkel gebe es in dieser Form gar nicht – auch Kohl oder Adenauer hätten eine »partielle programmatische Anpassung« an die Verhältnisse ihrer Zeit vollzogen. Zu der gerne beschworenen »Volkspartei« sei die CDU eigentlich erst unter Kohl geworden. John P. Neelsen hält es für eine »offene Frage«, ob der Aufstieg Chinas vom »Westen« hingenommen oder »mit kriegerischen Mitteln beantwortet wird«. Unstrittig sei, dass der »Westen« auf »Konfrontationskurs« sei und mit allen Mitteln versuche, diesen Prozess zu verlangsamen. Die Welt werde dadurch immer unsicherer, die Kriegsgefahr wachse. Jean-Paul Barbe versucht sich an der Klärung der Frage, ob die »Gelbwesten« ein »französisches Enigma« oder ein »Signal« für andere Länder seien. In Frankreich jedenfalls verfestige sich das Phänomen, das Barbe im Kontext einer »allgemeinen Krise der repäsentativen Demokratie« betrachtet. (jW)

Sozialismus, Jg. 47/Nr. 3, 69 Seiten, sieben Euro, Bezug: Sost e. V. (Redaktion Sozialismus), St. Georgs Kirchhof 6, 20099 Hamburg, E-Mail: abo@sozialismus.de

Themen:
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.03.2020, Seite 15, Politisches Buch

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