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US-Anwalt: Assange soll Menschen gefährdet haben

London. Am ersten Tag im Prozess über den Auslieferungsantrag für Julian Assange hat der Anwalt der US-Regierung dem Wikileaks-Gründer die Gefährdung von Menschenleben vorgeworfen. Durch die illegale Veröffentlichung sensibler Daten seien US-Informanten in Ländern wie dem Irak oder Afghanistan in Gefahr gebracht worden, gefoltert oder getötet zu werden, sagte James Lewis vor dem Woolwich Crown Court am Montag in London. Dutzende Demonstranten hatten sich vor dem Gerichtsgebäude versammelt und forderten lautstark die Freilassung des 48jährigen. Assange selbst kam nur kurz zu Wort, als er seinen Namen und sein Geburtsdatum bestätigte. Prozessbeobachterin und Linke-Abgeordnete Sevim Dagdelen kritisierte, dass der Journalist »für seine investigative Arbeit seit Jahren systematisch diffamiert, dämonisiert, verfolgt und isoliert« werde. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.02.2020, Seite 1, Ausland

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