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Zunahme von Straftaten an Sachsens Schulen

Dresden. Die Zahl »rechtsmotivierter« Straftaten an sächsischen Schulen ist 2019 erneut gestiegen. Insgesamt wurden 105 solcher Fälle offiziell bekannt. Dies geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz (Die Linke) hervor, wie diese am Montag mitteilte. Demnach handelt es sich um den höchsten registrierten Wert seit mehr als einem Jahrzehnt. Im Jahr 2008 seien es 122 gemeldete Vorfälle gewesen. Mehrheitlich handele es sich bei den Delikten zu 92 Prozent um »Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, etwa durch Schmierereien von Nazisymbolen und das Rufen von Parolen«. An Bedeutung gewinnen würden rassistische und den Faschismus verharmlosende Inhalte in »Klassen-Chats«. Auch Propagandamaterial der NPD-Nachwuchsorganisation und einer Burschenschaft wurde festgestellt. An sächsischen Hochschulen sei wiederholt die faschistische »Identitäre Bewegung« aufgefallen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.02.2020, Seite 15, Antifaschismus

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