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CDU-Minister zu Hartz-IV: Vollständiger Leistungsentzug soll möglich sein

Foto: Federico Gambarini/dpa
Eure Armut kotzt mich an. NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will Erwerbslosen im Zweifel die Stütze komplett streichen

Düsseldorf. Hartz-IV-Beziehern sollte nach Auffassung mehrerer Landesarbeitsminister der Union auch künftig die Unterstützung komplett entzogen werden können, wenn sie nicht kooperieren. »Wenn eine verweigerte Mitwirkung keine Folgen hat, läuft das System leer«, warnte der Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann (CDU), am Montag in Düsseldorf. Ein vollständiger Wegfall der Leistungen halte auch das Bundesverfassungsgericht im Extremfall für zulässig, betonten die Arbeitsminister aus NRW, Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern in einer gemeinsamen Mitteilung. Laumann hat sich demnach mit seinen Ressortkollegen auf konkrete Grundlinien zur Sanktionierungspraxis verständigt. Die Leistungen könnten etwa komplett wegfallen, wenn ein Empfänger beharrlich eine zumutbare Arbeitsmöglichkeit ablehne, erklärte ein Sprecher des Ministeriums in Düsseldorf.

Das Bundesverfassungsgericht hatte im November 2019 harte Sanktionen für Hartz-IV-Bezieher gekippt. Grundsätzlich seien Sanktionen bis zu 30 Prozent erlaubt. Einen vollständigen Leistungsentzug schloss das Urteil jedoch nicht aus. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte für dieses Jahr ein entsprechendes Gesetz angekündigt. (dpa/jW)

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Erschienen am 04.02.2020, Inland

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