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Rassismus

Auf dem Radar

Gelsenkirchen/Rom. Der FC Schalke 04 verurteilt die rassistischen Beleidigungen von Fußballprofi Jordan Torunarigha von Hertha BSC in seinem Stadion. Sowohl Sportvorstand Jochen Schneider als auch Trainer David Wagner verurteilten die Vorfälle und entschuldigten sich im Namen des Klubs. »Das ist nicht akzeptabel und ganz ehrlich, es ist auch nicht zu verstehen. Da fehlt mir jegliches Verständnis für Vollidioten dieser Art«, sagte Schneider. Der dunkelhäutige Abwehrspieler der Berliner war am Dienstag abend während des Pokalspiels, das Schalke nach Verlängerung mit 3:2 gewann, von Zuschauern in der Veltins-Arena mit Affenlauten und Beleidigungen verunglimpft worden. Wagner betonte: »Das geht nicht, das brauchen wir nicht, das wollen wir nicht.« Beim Eklat um rassistische Äußerungen des Schalke-Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies im letzten Jahr hatten sich beide noch deutlich zurückhaltender geäußert.

Derweil will Italien den Rassismus in den Fußballstadien technologisch bekämpfen. So kündigte Sportminister Vincenzo Spadafora im Parlament die Einführung von Videoüberwachungskameras mit Gesichtsidentifizierung und eines speziellen Radarsystems an, mit dem die Ortung rassistischer Gesänge sichergestellt werden soll. Die neue Technologie soll ab dem Auftaktspiel der Europameisterschaft zwischen Italien und der Türkei im Olympiastadion in Rom am 12. Juni eingesetzt werden. (sid/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.02.2020, Seite 16, Sport

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