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Aus: Ausgabe vom 27.01.2020, Seite 4 / Inland

Greenpeace-Proteste gegen Billigfleisch

Hamburg. In Hamburg und anderen deutschen Städten haben Greenpeace-Aktivisten am Sonnabend gegen Billigfleisch aus problematischer Tierhaltung in Supermärkten protestiert. Es habe Aktionen in 53 Städten gegeben, sagte die Agrarexpertin der Umweltorganisation, Stephanie Töwe, der Deutschen Presseagentur. Greenpeace kritisiert, dass der ganz überwiegende Teil des angebotenen Frischfleischs von Tieren aus klimaschädlicher und tierschutzwidriger Haltung stamme. Eine Abfrage bei neun führenden deutschen Lebensmittelanbietern habe ergeben, dass 88 Prozent des Fleischs im Handel mit den Haltungsformen 1 oder 2 gekennzeichnet seien, unter denen die Tiere »unter qualvollen und häufig gesetzeswidrigen Bedingungen« gehalten würden, sagte sie. (dpa/jW)

Leserbriefe zu diesem Artikel:

  • Klaus P. Jaworek, Büchenbach: Alles gut Hallo Mensch, im Supermarkt, da gibt es heute das »Super-supergünstig-billig-saubillig-Fleisch« aus der Region vom »Bio-Öko-Tier« aus der Massentierhalterei mit tausendundeinem Gütesiegel obendraufgep...
  • Peter Richartz, Solingen: 88 Prozent Wie kann es sein, dass mindestens 88 Prozent der in Supermärkten angebotenen Fleisch- und Wurstwaren laut Greenpeace gesetzwidrig »hergestellt« werden? Wie kann es sein, dass mindestens 88 Prozent der...

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