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Saudis bestreiten Hackervorwurf

London/Washington. Knapp ein Jahr nachdem das Thema bereits aktuell war, berichtete der Londoner Guardian am Dienstag Erschröckliches: Das Handy von Amazon-Gründer Jeff Bezos soll 2018 von den Saudis gehackt worden sein (siehe jW vom 11. April 2019). Das als eines der westlichen Leitmedien geltende Blatt glaubt, Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman könnte direkt dafür verantwortlich sein und mit einer Whats-App-Nachricht Schadsoftware auf Bezos Handy geschmuggelt haben. Die Botschaft des Königreichs in den USA wies die Vorwürfe jetzt via Twitter als »absurd« zurück und forderte eine Untersuchung der Behauptung.

Die meisten dieser Vorwürfe hatte am 30. März 2019 bereits Bezos Sicherheitschef Gavin de Becker auf der US-Website The Daily Beast erhoben. Der Milliardär, der sich die Washington Post als Hausblatt hält, gilt bei den Saudis anscheinend als gefährliche Person. Er war zudem praktisch früherer »Arbeitgeber« des im Oktober 2018 von saudischen Agenten ermordeten Journalisten Dschamal Chaschukdschi (englisch Jamal Kashoggi). (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2020, Seite 15, Medien

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