Zum Inhalt der Seite

Anno … 3. Woche

1935, 13. Januar: Gemäß dem Versailler Vertrag kommt es im Saarland zur ­Abstimmung, ob das Gebiet den Status eines Mandatsgebiets des Völkerbundes ­behalten oder zu Frankreich oder Nazideutschland gehören soll. Die große Mehrheit der Wähler (90,73 Prozent) folgt der Propaganda der »Heim ins Reich«-Kampagne der NSDAP und votiert für den Anschluss an Deutschland. Für eine Vereinigung mit Frankreich stimmen lediglich 0,4 Prozent der Saarländer. Die KPD hat zum Erhalt des Status quo aufgerufen. Dafür votieren 8,87 Prozent. Die Angliederung des Saargebiets an das Deutsche Reich wird am 1. März 1935 vollzogen.

1940, 17. Januar: Britischen Kryptologen gelingt es erstmals, Nachrichten der Verschlüsselungsmaschine Enigma der Nazis zu entziffern. Die von nun an entschlüsselten Nachrichten der deutschen Luftwaffe und des Heeres verschaffen den Alliierten einen wichtigen Vorteil bei der Kriegführung gegen das faschistische Deutschland.

Anzeige

2000, 18. Januar: Die CDU-Parteispendenaffäre erreicht mit dem Rücktritt von Helmut Kohl als Ehrenvorsitzendem der Partei ihren Höhepunkt. Der Altbundeskanzler gibt nach langem Schweigen in einem ZDF-Interview zu, illegale Parteispenden eingesammelt zu haben. Er weigert sich aber, die Namen der Spender zu nennen. Am 16. Februar nimmt auch Partei- und Fraktionschef Wolfgang Schäuble im Zusammenhang mit der Annahme einer nicht ordnungsgemäß verbuchten Parteispende den Hut.

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.01.2020, Seite 15, Geschichte

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!