-
08.01.2020
- → Inland
Regierung will weniger gefragt werden
Berlin. Die Bundesregierung hat in einem Schreiben an die Fraktionen um eine Reduzierung der sogenannten kleinen Anfragen gebeten. Seit Beginn dieser Legislaturperiode wurden bereits 6.185 solcher Anfragen an die Regierung gestellt. Zum Vergleich: In den beiden vorangegangenen Legislaturperioden hatte es insgesamt jeweils nur 3.629 beziehungsweise 3.953 kleine Anfragen gegeben.
Das deutlich gestiegene Aufkommen binde in hohem Maß Ressourcen, heißt es in einem Brief des Kanzleramts an die ersten parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen. Es sei wünschenswert, »wenn wir zu einer gemeinsamen und für alle Seiten tragfähigen Übereinkunft kommen könnten, die auch eine Reduzierung des Frageaufkommens einschließen sollte«. Kleine Anfragen sind ein wichtiges Instrument im Rahmen der Kontrollfunktion des Bundestages gegenüber der Regierung. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!