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Aus: Ausgabe vom 02.01.2020, Seite 5 / Inland

Exkanzler Schröder kritisiert US-Sanktionen

Berlin. Der Verwaltungsratschef von »Nord Stream 2« und frühere SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die US-Sanktionen gegen die Ostseepipeline scharf kritisiert. »Die USA wollen bestimmen, mit wem wir Handel treiben dürfen und mit wem nicht. Das dürfen wir nicht akzeptieren. Wir sind nicht der 51. Bundesstaat der USA«, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung (Dienstagausgabe).

Die USA wollen das Projekt verhindern und haben deshalb Sanktionen dagegen erlassen. Hauptgrund dürfte sein, dass sie eigenes Flüssiggas in der EU absetzen wolle – das wegen des aufwendigen Transportes deutlich teurer werden dürfte als Gas aus der Russischen Föderation. Schröder bezeichnete die US-Gesetzgebung gegen das Projekt als »anmaßend«. Die Sanktionen seien eine Einmischung in innere Angelegenheiten der Bundesrepublik, »wie ich sie seit der Wiedervereinigung nicht gesehen habe«. (dpa/jW)