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Aus: Ausgabe vom 07.12.2019, Seite 15 / Geschichte

Anno ... 50. Woche

1819, 14. Dezember: Der Sklavenhalterstaat Alabama wird als 22. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten aufgenommen. Mit der Ratifizierung des 13. Zusatzartikels der Verfassung wird die Sklaverei am 18. Dezember 1865 auch in Alabama offiziell abgeschafft. Sie findet allerdings mit der erst 1928 eingestellten »Verpachtung« von Strafgefangenen (»Convict Lease System«) eine inoffizielle Fortsetzung.

1949, 15. Dezember: Der US-amerikanische Hohe Kommissar John Jay McCloy und Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) unterzeichnen in Bonn das Abkommen über das European Recovery Program. Der westdeutsche Staat wird damit als eigenständiger und gleichberechtigter Partner in das unter dem Namen Marshallplan bekannte Konjunkturprogramm der Vereinigten Staaten für Westeuropa aufgenommen. Die Bundesregierung verpflichtet sich, die Wirtschaftshilfe ausschließlich für den zivilen Wiederaufbau zu verwenden.

1979, 12. Dezember: Verabschiedung des sogenannten NATO-Doppelbeschlusses: Die Außen- und Verteidigungsminister der NATO beschließen die in Westeuropa stationierten nuklearen Mittelstreckenwaffen durch Raketen des Typs »Pershing II« und »Cruise Missile« zu ersetzen. Gleichzeitig bieten sie der Sowjetunion Gespräche über eine Begrenzung strategischer Waffen in Ost und West an. Die deutsche Friedensbewegung wendet sich 1980 im »Krefelder Appell« gegen das Wettrüsten der Supermächte und ruft zu Demonstrationen auf.

1989, 11. Dezember: Die 1959 aus der Zeitschrift Unser Rundfunk hervorgegangene DDR-Programmzeitschrift FF dabei (Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren) kündigt erstmals auch das westdeutsche Fernsehprogramm an. Als gesamtdeutsches Fernsehmagazin erscheint sie ab dem Juli 1990 im Hamburger Verlag Gruner und Jahr, wird aber bald an den Nürnberger Supplement-Verlag verkauft. Die Zeitschrift existiert in kleinerer Auflage bis heute als Beilage von TV Today für ostdeutsche Abonnenten.

1999, 12. Dezember: Der in Malta registrierte Öltanker »Erika« bricht aufgrund von Überladung vor der bretonischen Küste auseinander. 17.000 Tonnen Rohöl gelangen ins Meer und verunreinigen die Küste auf einer Länge von 400 Kilometern. In der Folge sterben zwischen 150.000 und 300.000 Seevögel.

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