Schwarzer Kanal
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Aus: Ausgabe vom 27.11.2019, Seite 7 / Ausland

DR Kongo: Weniger Hilfe gegen Ebola

Goma. Nach gewalttätigen Protesten im Osten der DR Kongo haben die Helfer im Kampf gegen die Ebolaepidemie ihre Arbeit dort teilweise eingestellt. Patienten in einer Ebolaklinik in Beni würden jetzt nur noch mit reduziertem Personal behandelt, sagte am Dienstag Brian Moller, Notfalleiter von »Ärzte ohne Grenzen«. Die Kinderhilfsorganisation »World Vision« hat nach eigenen Angaben ihre Arbeit in Beni vorübergehend komplett eingestellt. Am Montag hatten aufgebrachte Demonstranten mehrere Gebäude der UNO angezündet, zwei Menschen wurden durch Schüsse der Einsatzkräfte getötet, wie der Polizeichef von Beni bestätigte. Der UN-Mission wird nach eigenen Angaben vorgeworfen, untätig im Kampf gegen dschihadistische Milizen zu bleiben. Diese hatten laut Polizei zuletzt Sonntag nacht acht Menschen während eines Überfalls getötet. (dpa/Reuters/jW)

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