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Festnahme belastet »gute Beziehungen«

Berlin. Deutsche Politiker von Koalition und Opposition haben die Festnahme eines Vertrauensanwalts der BRD-Botschaft in Ankara kritisiert. Die türkische Regierung riskiere die »guten Beziehungen zu Deutschland«, sagte der CDU-Außenexperte Jürgen Hardt laut einem Bericht der Welt vom Freitag. Außenminister Heiko Maas (SPD) wolle den Vorgang am Rande des laufenden G-20-Außenministertreffens in Japan mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu besprechen, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag in Berlin. Der Kooperationsanwalt der deutschen Botschaft war Mitte September festgenommen worden, was jedoch erst am Mittwoch öffentlich bekannt wurde. Befürchtet wird, dass durch die Festnahme die Akten von 200 Asylbewerbern aus der Türkei in die Hände der dortigen Behörden geraten sind. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.11.2019, Seite 1, Ausland

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