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07.10.2019, 19:36:32 / Kapital & Arbeit

Auch neue Thyssen-Krupp-Chefin will »sparen«

Thyssen-Krupp-Stahlwerk in Duisburg
Thyssen-Krupp-Stahlwerk in Duisburg

Düsseldorf. Gut eine Woche nach ihrem Amtsantritt schlägt Thyssen-Krupp-Chefin Martina Merz offenbar die erwarteten Töne an. Die Führungsgesellschaften für die Geschäfte mit dem Anlagenbau und Teilen für die Automobilindustrie, Industrial Solutions und Components Technology, sollen aufgelöst werden, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters am Montag abend »zwei mit den Plänen vertraute Personen«. Ziel sei, die Verwaltungskosten des Konzerns von derzeit über zwei Milliarden Euro zu senken.

In den beiden Bereichen seien insgesamt rund 300 Mitarbeiter mit Verwaltungsjobs wie etwa dem Rechnungswesen betraut. Einige dieser Stellen blieben erhalten. Die Produktion der Sparten sei von dieser Maßnahme nicht betroffen. Thyssen-Krupp hat allerdings angekündigt, möglicherweise Partner ins Boot zu holen und gegebenenfalls auch Mehrheitsbeteiligungen abzustoßen. Merz werde die Pläne am Dienstag 150 Führungskräften vorstellen, sagten die Insider. Der Konzern lehnte eine Stellungnahme ab. (Reuters/jW)

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