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01.10.2019
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Hintergrund: Helfen, aber wie?
Wer helfen will, muss nicht lange suchen: Bundesweit sind etliche Menschen aktiv, um linke Kämpfe in Lateinamerika zu unterstützen. Die internationale Solidarität mit progressiven Bewegungen und Regierungen umfasst viele Handlungsmöglichkeiten: Spenden und Hilfspakete in zerstörte Gebiete, Bildungsreisen und Hilfsbrigaden zu Aufbauprojekten, Diskussions- und Kulturveranstaltungen mit Exilierten und Delegierten, Kritik an medialer Hetze und dem Imperialismus.
Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba sammelt Spenden zur Beseitigung von Hurrikanschäden auf Kuba, organisiert Hilfsbrigaden für die Landwirtschaft und fördert das »Proyecto Tamara Bunke«, in dessen Rahmen deutsche Studierende ein Semester lang in Kuba leben und lernen können. Die Arbeitsgemeinschaft »Cuba Sí« in der Partei Die Linke betreibt unter anderem die Kampagne »Milch für Kubas Kinder« und streitet innerparteilich für Lateinamerika-Solidarität.
Kritische Organisationen aus Lateinamerika haben zudem Ableger in Deutschland, zum Beispiel der Arbeitskreis für Menschenrechte in Brasilien »Aba e. V.« und die mexikanische Morena-Partei. Die Botschaften und Konsulate von linksregierten Ländern können Ansprechpartner für solidarische Zusammenarbeit sein, außerdem brauchen sie Schutz vor Repressionen durch das Gastgeberland und Contra-Demonstranten.
»Regime-Changes« werden oft von medialen Hetzkampagnen in den Leitmedien begleitet. Hier ist die Förderung unabhängiger, kritischer Presse wichtig sowie Kontakt zu linken Organisationen im betroffenen Land. Gegenöffentlichkeit und Aufklärung können helfen, Kriegsstimmung zu verhindern. Auch lateinamerikanische Auslandssender wie Telesur (Venezuela) können eine andere Perspektive vermitteln.
Eine weitere Möglichkeit, sich einzubringen, ist die in den Startlöchern stehende Kampagne »Unblock Cuba«, zu der zahlreiche Solidaritätsinitiativen gemeinsam mit der jungen Welt aufrufen. (mn)
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