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Aus: Ausgabe vom 23.09.2019, Seite 15 / Politisches Buch

Neu erschienen

KAZ

Jörg Kronauer analysiert im Septemberheft der Kommunistischen Arbeiterzeitung die Entwicklung der zwischenimperialistischen Widersprüche in den vergangenen Jahrzehnten. Auf die inneren Widersprüche des deutschen Imperialismus gehen die »Notizen zur Krise 2019« und die Beiträge zum bevorstehenden IG-Metall-Gewerkschaftstag ein. Wie komplex die Auflösung dieser Widersprüche ist, zeigen Artikel über den vor 80 Jahren geschlossenen deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt und über die These, beim VII. Weltkongress der Kommunistischen Internationale im Jahr 1935 habe es sich um einen »Schwenk nach rechts« gehandelt. Die Verbindung zwischen dem Kampf damals und heute stellen die dokumentierten Reden zum 75. Todestag Ernst Thälmanns her. Ein Bericht über das 14. Forum der World Association for Political Economy (WAPE) rundet das Heft ab. Außerdem: Blüten des niedergehenden Kapitalismus – Hohenzollern und Tönnies. (jW)

Kommunistische Arbeiterzeitung, Nr. 368, 56 Seiten, 1,50 Euro, Bezug: Kommunistische Arbeiterzeitung, Reichstr. 8, 90408 Nürnberg, E-Mail: gruppekaz@kaz-online.de

Analyse und Kritik

Mihir Sharma schreibt über den Griff der nationalistischen indischen Regierung nach der »Sonderregion« Kaschmir. Hier gehe es im Kern um ein »siedlungskolonialistisches Projekt«; die Regierung in Delhi wolle offensichtlich auf lange Sicht »die Zusammensetzung der Bevölkerung« in Kaschmir verändern. Sharma rechnet mit einer »neuen Aufstandsbewegung«, wenn die aktuelle Internet- und Mobilfunksperre aufgehoben wird und ein Teil der Militärkräfte abziehe. Sebastian Friedrich beschäftigt sich mit der Lage der Partei Die Linke nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg. Deren »historisch schlechtes Ergebnis« sei die »eigentliche Überraschung« des 1. September gewesen. Für Friedrich dokumentieren die beiden Landtagswahlen vor allem den »weiteren Niedergang des Mitte-links-Spektrums in Deutschland«. Schwerwiegender noch sei die zu beobachtende »Ratlosigkeit«. Hier entwickle sich ein Drama, »das in einer Tragödie enden könnte«. Das »Ausmaß der Rechtsverschiebung im Osten« untersucht Marcel Hartwig. Den Gegnern der AfD, die hier »durchaus noch Luft nach oben« habe, stünden »schwere Zeiten« bevor. Nötig sei in erster Linie »umsichtige Solidarität«, um die Angriffe von rechts abzuwehren. (jW)

AK, Jg. 49/Nr. 652, 36 Seiten, 4,80 Euro, Bezug: AK, Rombergstr. 10, 20255 Hamburg, E-Mail: vertrieb@akweb.de

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