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Rechter Justizbeamter bewachte Neonazis

Berlin. Der sächsische Justizbeamte, der im Januar 2016 am »Sturm auf Connewitz« – einem organisierten Großangriff von Neonazis und Hooligans – beteiligt war, stand nach gemeinsamen Recherchen mit dem Leipziger Stadtmagazin Kreuzer in direktem Kontakt zu inhaftierten Rechtsterroristen, wie der Tagesspiegel (Onlineausgabe) am Donnerstag berichtete. Der mittlerweile suspendierte Beamte Kersten H. war demnach in der Justizvollzugsanstalt Leipzig tätig, wo von Mai 2015 an der Rädelsführer der rechtsterroristischen »Old School Society«, Markus W., in Untersuchungshaft saß. Der Vorwurf gegen H. decke sich dem Bericht zufolge mit Hinweisen der Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO). Zudem habe ein Exhäftling der JVA den Beamten H. häufig zusammen mit dem ehemaligen Mitgefangenen und Rechtsterroristen Philipp W. gesehen. W. ist bekannt als Mitglied der rechtsterroristischen »Gruppe Freital«. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.09.2019, Seite 4, Inland

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