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Psychiatriepersonal arbeitet »am Limit«

Berlin. Die Personalsituation in den psychiatrischen Krankenhäusern bringt die Beschäftigten nach einer Untersuchung der Gewerkschaft Verdi »ans Limit«. Höhere Anforderungen aufgrund neuer Behandlungskonzepte und auch neue Regularien zu Zwangsmaßnahmen, die nicht durch zusätzliches Personal flankiert würden, erschwerten auf vielen Stationen ein am Bedarf der Patienten orientiertes Arbeiten, berichtete die Dienstleistungsgewerkschaft am Montag in Berlin. An der Befragung beteiligten sich im Juli und August mehr als 2.300 Psychiatriebeschäftigte aus bundesweit 168 Krankenhäusern. Fast die Hälfte der Beschäftigten erlebte der Untersuchung zufolge in den vier Wochen vor der Befragung körperliche Übergriffe gegen sich selbst. Drei von vier Beschäftigten erlebten im gleichen Zeitraum mindestens eine Zwangsmaßnahme mit, die Hälfte mindestens einmal die Woche. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.09.2019, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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