Gegründet 1947 Mittwoch, 26. Februar 2020, Nr. 48
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Aus: Ausgabe vom 19.08.2019, Seite 15 / Politisches Buch

Neu erschienen

Aufhebung

Die Gesellschaft für dialektische Philosophie legt die 13. Ausgabe ihres Periodikums Aufhebung vor. Wer schon in der vorangegangenen Nummer den ersten Teil einer »Rekonstruktion der marxistischen Geschichtsphilosophie« von Ernst Richter gelesen hat, kann nun den Schlussteil dieser breit angelegten Forschung lesen. Wie ist Literatur zu verstehen? Mit Paul Rillas Interpretation von Thomas Manns Novelle »Tristan« und mit Peter Hacks im Hinterkopf geht Daniel Hohnerlein gewissenhaft an die Arbeit, den Leserinnen und Lesern das Verstehen von Literatur zu erleichtern. Unter den Rezensionen ragt Jörg Zimmers Beitrag heraus. Er zeigt die Schwächen im musiktheoretischen Denken von Andreas Domann (»Philosophie der Musik nach Karl Marx«) auf. Die Gesellschaft ruft auf, sich an der nächsten Hans-Heinz-Holz-Tagung am 29. Februar 2020 mit Vorträgen zu beteiligen. Anlässlich des 150. Geburtstags von Lenin soll es um die Auseinandersetzung von Holz mit Philosophie und Politik des Revolutionärs gehen. (jW)

Aufhebung, Nr. 13, 136 Seiten, sieben Euro zzgl. Porto, Bezug: bestellung@dialektische-philosophie.org

Stichwort Bayer

In der Zeitschrift Stichwort Bayer der »Coordination gegen Bayer-Gefahren« nennt Jan Pehrke die Hauptversammlung des Bayer-Konzerns am 26. April 2019 ein »singuläres Ereignis«. Noch nie habe es so viele »Gegenreden« von Aktionären gegeben, noch nie habe die Versammlung dem Vorstand die Entlastung verweigert. Das Heft enthält eine ausführliche Bilanz der Aktionärsversammlung. Ein anderer Beitrag beschreibt, wie die Bayer-Tochter Monsanto über Jahre die politische Landschaft mit »Geheimdienstmethoden« beobachtet hat. Ziel sei gewesen, ein »ideales Habitat« für »Glyphosat & Co.« zu schaffen. Die einschlägigen Dienstleister nennen sich »harmlos Kommunikations- oder PR-Agenturen, arbeiten aber de facto oft als private Nachrichtendienste für Konzerne«. In Frankreich etwa sei ein Dossier mit den Namen von 200 Journalisten, Politikern, Wissenschaftlern und Verbandsvertretern erstellt worden. Darin seien die Glaubwürdigkeit dieser Personen, ihr Einfluss und ihre Haltung zu Monsanto mit Noten bewertet worden: »Diese detaillierten Profile dienten dann als Ansatzpunkte, um passgenau ›Vertrauen zu Monsanto aufzubauen‹.« (jW)

Stichwort Bayer, Nr. 3/2019, 31 Seiten, kostenlos, Bezug: Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG), Postfach 15 04 18, 40081 Düsseldorf, E-Mail: info@cbgnetwork.org

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