-
03.08.2019
- → Ausland
Bolsonaro attackiert Wahrheitskommission
Brasília. Nach einem öffentlichen Schlagabtausch über einen Mordfall während der Zeit der Militärdiktatur hat der rechte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro mehrere Mitglieder der Wahrheitskommission zur Aufarbeitung der Verbrechen gegen Oppositionelle von 1964 bis 1985 ihres Amtes enthoben. Per Dekret entließ er am Donnerstag vier Delegierte und ersetzte sie mit Vertrauten. »Der Grund ist, dass der Präsident gewechselt hat. Es ist jetzt Jair Bolsonaro von der Rechten«, sagte er. »Damit hat sich auch das Umfeld geändert.« (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!