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Türkei schickt zweites Bohrschiff nach Zypern

Istanbul. Die türkische Regierung hat angekündigt, ein zweites Schiff für Probebohrungen nach Erdgas vor der Küste Zyperns zu entsenden. Das Schiff »Yavuz« werde vor der Halbinsel Karpas im Nordosten der Mittelmeerinsel Untersuchungen anstellen und »hoffentlich« innerhalb der nächsten Woche die ersten Bohrungen vornehmen, zitierte der Privatsender NTV am Sonnabend den türkischen Energieminister Fatih Dönmez. Seit der Entdeckung großer Gasfelder vor der zyprischen Küste ist ein Streit zwischen der Türkei und dem EU-Mitglied Zypern entbrannt. Das türkische Schiff »Fatih« hatte bereits Probebohrungen in den Gasfeldern gestartet. Zypern warf der Türkei daraufhin vor, gegen internationales Recht zu verstoßen. Die EU droht der Türkei mit Sanktionen. Ankara beharrt darauf, dass die Bohrungen gemäß internationalem Recht in seinem Kontinentalschelf erfolgen, also auf einem vom Meer bedeckten Festlandsockel. Die Regierung Zyperns hat ihrerseits mit ausländischen Konzernen wie Eni aus Italien, Total aus Frankreich und ExxonMobil aus den USA Verträge zur Erforschung der Vorkommen geschlossen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2019, Seite 9, Kapital & Arbeit

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