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Aus: Ausgabe vom 07.06.2019, Seite 2 / Ausland

EU nutzt Visavergabe als Druckmittel

Brüssel. Die Visumvergabe an Reisende aus Drittstaaten wird in der EU künftig an die Zusammenarbeit des jeweiligen Landes bei der Rücknahme abgelehnter Asylbewerber geknüpft. Menschen aus »unkooperativen« Staaten könnten bald länger auf ihr Visum warten oder mehr dafür bezahlen müssen. Die EU-Staaten bestätigten am Donnerstag die vorläufige Einigung mit dem Europaparlament. Laut EU-Kommission wurden 2016 fast 14 Millionen Visa für den Schengen-Raum, dem 26 europäische Länder angehören, ausgestellt. Die Zusammenarbeit der Drittstaaten soll fortan regelmäßig von der EU-Kommission bewertet werden. Wenn ein Land nicht kooperiert, könnten die Sanktionen greifen. (dpa/jW)

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