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Friedenspreis doch nicht an Ukrainer

Aachen. Wegen antisemitischer Äußerungen soll der Ukrainer Ruslan Kozaba den Aachener Friedenspreis nun doch nicht bekommen. Der Vorstand des Vereins Aachener Friedenspreis habe sich gegen eine Ehrung entschieden, teilte Vorstandsmitglied Lea Heuser am Freitag mit. Am Mittwoch hatte die Organisation angekündigt, dass Kozaba in diesem Jahr mit dem Preis ausgezeichnet werden solle. Mittlerweile ist jedoch ein Video aufgetaucht, auf dem Kozaba Juden eine Mitschuld am Holocaust geben soll, weil sie Nazismus und Kommunismus in die Welt gebracht hätten. Andrej Hunko (Die Linke), der Kozaba mit vorgeschlagen hatte, teilte mit, die Äußerungen seien ihm nicht bekannt gewesen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.05.2019, Seite 4, Inland

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