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Aus: Ausgabe vom 22.02.2019, Seite 5 / Inland
Uber vor dem Durchbruch

Regierungspläne machen Taxifahrer wütend

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Knapp 1.000 Betroffene protestierten am Donnerstag gegen Minister Scheuers Deregulierungspläne

Berlin. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will das Taxigewerbe der Konkurrenz von Uber und Co. ausliefern. Das war zu Wochenbeginn öffentlich geworden. Betroffene reagierten am Donnerstag mit wütenden Protesten vor dem Amtssitz des Ministers in Berlin.

Scheuer wagte sich kurz aus den Mauern seiner Burg und verteidigte vor knapp 1.000 Fahrern seine Pläne. »Keiner will das Taxigewerbe verdrängen«, sagte er. Zudem handle es sich bei dem Papier nur um vorläufige Eckpunkte. Man wolle für einen gerechten Ausgleich der Interessen im Taxigewerbe sorgen, gleichzeitig aber auch neue Mobilitätsformen diskutieren.

Zu dem Protest hatte der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband aufgerufen. Dessen Präsident Michael Müller erklärte, er sehe die Jobs der Taxifahrer und die Mobilitätsabsicherung der Bevölkerung bedroht. Wenn man die Branche einer Konkurrenz aussetze, die nicht an die gleichen Regeln gebunden sei, werde der Markt kaputtgehen. (dpa/jW)

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