Gegründet 1947 Mittwoch, 27. März 2019, Nr. 73
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 21.02.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Bundesflankenschutz

DLF Interview | Di., 7.15 Uhr
Germany_Government_60310877.jpg

Peter Altmaier, CDU, hat einen undankbaren, aber unentbehrlichen Job. Er macht Bundesflankenschutz. Egal, wo es brennt und knallt, der frühere Kanzleramts- und jetzige Wirtschaftsminister schirmt die Kanzlerin ab. Aktuell soll er eine Antwort auf die Frage finden, wo sich die BRD zwischen den übermächtig erscheinenden Blöcken USA und China positioniert.

Im Interview mit dem Deutschlandfunk muss Altmaier die dunklen Wolken vertreiben, die Donald Trump hat aufziehen lassen. Strafzölle auf deutsche Pkw, das sorgt in Wolfsburg, Stuttgart und München für saures Aufstoßen. Natürlich, die EU verhängt solche Zölle schon lange gegenüber US-Exportautos. Doch andersherum? Altmaier: »Ich weiß vor allen Dingen eines«, nämlich dass man »Dinge nicht herbeireden soll«. Wenn dieser Totemzauber versagen sollte, bleibt eine letzte Hoffnung: Er sei »überzeugt, dass Trump am Ende auch auf seine Berater hört«.

Das sollte er nun besser nicht wünschen. Was die empfehlen, kann man sich denken: Es so wie die EU zu machen. (sc)

Mehr aus: Feuilleton