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Aus: Ausgabe vom 15.01.2019, Seite 15 / Betrieb & Gewerkschaft
Gesundheitsversorgung

Lesetips

Personalbemessung in US-Kliniken

Die Durchsetzung gesetzlicher Personalstandards in Krankenhäusern ist nicht nur hierzulande eine Herkulesaufgabe. Auch in anderen Ländern ist der Widerstand groß – besonders von seiten privater Konzerne, die von den jetzigen Verhältnissen profitieren. So in den USA, wo es in Kalifornien eines der wenigen Gesetze zur Personalbemessung in Krankenhäusern weltweit gibt. Seit Jahren streiten die Gewerkschaften dafür, diese Regeln – die sich nachweislich positiv auf die Versorgungsqualität auswirken – in weiteren Bundesstaaten zu etablieren. Ein Beitrag im Express zeigt auf, mit welchen Widerständen sie dabei konfrontiert sind. So ging eine Abstimmung in Massachusetts im November 2018 verloren, weil die Krankenhausindustrie mit einer großangelegten Kampagne in der Öffentlichkeit Verwirrung stiftete und die Belegschaften einschüchterte. Zugleich zeigt der Beitrag, wie Pflegekräfte im Baystate Franklin Medical Center in Greenfield erfolgreich gestreikt haben, um einen Tarifvertrag für Entlastung zu erreichen.(dab)

Express. Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 12/2018, 16 Seiten, 3,50 Euro; www.labournet.de/express

Kapitalismus im ­Gesundheitswesen

Der »Verein Demokratischer Ärztinnen und Ärzte« streitet seit langem gegen die Ökonomisierung und Privatisierung des Gesundheitswesens. In der aktuellen Ausgabe seiner Zeitschrift macht der sozialkritische Ärzteverband das unter dem Titel »Macht – Geld – Medizin« zum Schwerpunktthema. Der Allgemeinmediziner Kai-Uwe Helmers erläutert zunächst den Begriff der Ökonomisierung, der die Unterwerfung des Gesundheitswesens unter die Bedingungen der kapitalistischen Ökonomie meint. Achim Teusch zeigt am Beispiel des Fresenius-Konzerns, wie private Betreiber expandieren. Er betont: »Die privaten Konzerne aus dem Gesundheitswesen zu verdrängen erfordert Auseinandersetzungen, die das politische und gesellschaftliche System erschüttern.« Gewerkschaften und Linke sollten sich dieser Aufgabe noch stärker widmen, meint der Arzt. »Denn die Privaten sind längst die Vorreiter bei der Umwandlung des sozialstaatlichen Gesundheitswesens in ein kapitalistisches Dienstleistungsgeschäft.« (dab)

Gesundheit braucht Politik. Zeitschrift für eine soziale Medizin, 4/2018, Verein demokratische Ärztinnen und Ärzte, 32 Seiten

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