-
08.01.2019
- → Inland
Durchsuchung nach Datendiebstahl
Wiesbaden. Nach dem Datenklau bei rund 1.000 Politikern und Prominenten haben Beamte das Bundeskriminalamts (BKA) die Wohnung eines Zeugen in Heilbronn durchsucht. Die Aktion fand am Sonntag statt, wie das BKA am Montag via Twitter mitteilte. Die Ermittlungen liefen »weiter auf Hochtouren«. Vereinzelte Leaks sensibler Daten seien bereits 2018 angezeigt worden. Betroffen waren offenbar Politiker aller Bundestagsparteien außer der AfD. Nach Ansicht des »Chaos Computer Clubs« (CCC) hat der Täter zu viel von sich verraten, um nie erwischt zu werden. »Es wurde mit den Betroffenen gechattet, es wurden Details des Vorgehens preisgegeben. Es wurden sehr viele Metadaten, Zugriffszeiten und Motivationen, Rechtschreibfehler, eigene Gedanken in diesen Daten hinterlassen«, sagte CCC-Sprecher Linus Neumann am Montag der Deutschen Presseagentur. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!