Zum Inhalt der Seite

Assange droht Anklage in den USA

Washington. In den USA ist laut der Enthüllungsplattform Wikileaks eine bislang geheime Anklage gegen ihren Gründer Julian Assange bekannt geworden. Staatsanwälte hätten die Existenz der unter Verschluss gehaltenen Anklage oder deren Entwurf versehentlich in Gerichtsdokumenten in einem anderen Fall enthüllt, erklärte Wikileaks am Donnerstag abend (Ortszeit). Schuld sei vermutlich ein »Fehler beim Kopieren und Einfügen« eines Textbausteins. Die genauen Vorwürfe gegen Assange waren zunächst unklar. Sein Name tauchte laut Wikileaks in Gerichtsdokumenten im US-Bundesstaat Virginia in einem Fall auf, bei dem es keinen Bezug zu Assange gibt. Wenige Stunden bevor das Dokument mit seinem Namen bekannt wurde, hatte das Wall Street Journal berichtet, dass das US-Justizministerium eine Anklage gegen den Wikileaks-Gründer vorbereite. (AFP/dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.11.2018, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!