Aus: Ausgabe vom 03.11.2018, Seite 4 / Inland

Über 100 homophobe Angriffe in Berlin

Berlin. Mehr als 100 Straftaten gegen Schwule und Lesben hat die Berliner Polizei in den ersten neun Monaten dieses Jahres registriert. Darunter waren 30 Gewaltdelikte und 75 sonstige Taten wie Beleidigungen, berichtete Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Freitag bei einer Veranstaltung des Bündnisses gegen Homophobie sowie des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD).

Die Zahlen der ersten drei Quartale liegen zwar unter denen des Vorjahreszeitraums (139), sie seien aber laut Polizei nicht vergleichbar, weil noch nicht alle Taten in der Statistik enthalten seien. Trotz des Zwischenstandes gehe man nicht von einem Rückgang, sondern »leider von einem Anstieg« aus, sagte Slowik. Klar sei, dass es in diesem Bereich eine hohe Dunkelziffer gibt. Die meisten Taten geschahen demnach auf Straßen der Berliner Stadtteile Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Schöneberg. (dpa/jW)

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