Zum Inhalt der Seite

Alter bei Erstgeburt in Industrieländern steigt

New York. Frauen in Industriestaaten wie Deutschland, Italien, Spanien und Japan bringen ihre Kinder in immer höherem Alter und häufiger nichtehelich zur Welt. In diesen Ländern sind Frauen im Durchschnitt mittlerweile über 30 Jahre alt, wenn sie ihr erstes Kind gebären, wie aus dem neuen UN-Weltbevölkerungsbericht hervorgeht. In den 1970er Jahren lag der Schnitt noch bei 24 bis 26 Jahren. »Die Geburten in höherem Lebensalter sind unter gut ausgebildeten Frauen am schnellsten angestiegen«, schreiben die Autoren des am Mittwoch in New York vorgestellten Berichts. »Sie versuchen, die wirtschaftlichen oder beruflichen Rückschläge zu vermeiden, die häufig mit einer Mutterschaft in jungen Jahren verbunden sind.« Dazu würden auch Reproduktionstechnologien wie künstliche Befruchtung beitragen. Zugleich bergen Schwangerschaften Anfang 40 größere Risiken. Laut der Bevölkerungsbehörde UNFPA, die den Bericht jedes Jahr erstellt, sind die sogenannten Fruchtbarkeitsraten fast überall auf der Welt rückläufig. Besonders hoch aber sind und bleiben sie voraussichtlich in Afrika südlich der Sahara. »Mehr als die Hälfte des bis 2050 weltweit zu erwartenden Bevölkerungswachstums« werde Schätzungen zufolge in dieser Region erwartet. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 19.10.2018, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!