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Buchmesse

Friedenspreis

Die Kulturwissenschaftler Aleida und Jan Assmann haben am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels entgegengenommen. Neben einem ›Kollektivegoismus‹ der Nation, Modell ›America First!‹« gebe es heute den »transnationalen Kollektivegoismus populistischer Parteien, Modell ›Festung Europa‹«, erklärten die beiden vor knapp 1.000 Gästen in ihrer Dankesrede. »Geld und Gier neutralisieren kulturelle Fremdheit, aber auch sie spalten die Welt – in Arme und Reiche.« Solidarität müsse »auf allen Ebenen« geübt werden, auch »als globale Solidarität«, auch mit Geflüchteten. »Es kann nicht angehen, dass es eine neoliberale Freiheit für die Bewegung von Kapital, Gütern und Rohstoffen gibt, während Migranten an Grenzen festhängen und wir die Menschen, ihr Leid und ihre Zukunft vergessen.« Die Preisträger haben sich mit Forschungen zur Erinnerungskultur von Gesellschaften – vom alten Ägypten bis zur Gegenwart – einen Namen über Deutschland hinaus gemacht. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird seit 1950 traditionell zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse vergeben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.10.2018, Seite 11, Feuilleton

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