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Ermittlungen gegen Chef der Bundespolizei

Frankfurt am Main. Nachspiel im Fall »Susanna«: Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main ermittelt gegen den Chef der Bundespolizei, Dieter Romann, wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung. Dieser habe Ali B., den mutmaßlichen Mörder der 14jährigen Susanna, möglicherweise illegal vom Nordirak in die BRD gebracht, hieß es in einer dpa-Mitteilung vom späten Donnerstag nachmittag. Nach bisherigen Erkenntnissen war das Mädchen im Mai in Wiesbaden vergewaltigt und umgebracht worden. Nach der Tat reiste B. in den Nordirak. Von dort wurde er abgeschoben und von der Bundespolizei in die BRD überführt. In der Lufthansa-Maschine befand sich auch Romann. B. gestand demnach den Mord, bestritt aber eine Vergewaltigung. Die Abschiebung wurde von Juristen als unrechtmäßig kritisiert. Die irakische Zentralregierung erklärte zudem, es gebe kein Auslieferungsabkommen zwischen Bagdad und Berlin. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.09.2018, Seite 4, Inland

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