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Der Jazzer und sein Chauffeur

Viel Wortwitz, exzellenter Jazz und eine epische Autofahrt durch die US-Südstaaten der 1960er Jahre: Peter Farrellys Film »Green Book« über Freundschaft inmitten von Fremdenfeindlichkeit ist der Hauptgewinner des 43. Filmfestivals in Toronto. Das Werk mit Mahershala Ali (»Moonlight«) und Viggo Mortensen (»History of Violence«) in den Hauptrollen begeisterte das Publikum der kanadischen Metropole, das traditionell an Stelle einer Jury den Gewinner wählt. »Green Book« erzählt die Geschichte des italoamerikanischen Türstehers Tony »Lip« Vallelonga (Mortensen), der in den 60ern einen Job als Chauffeur des schwarzen Jazzpianisten Don Shirley (Ali) annimmt. Die beiden begeben sich auf eine Konzertreise durch die Südstaaten, machen während des zweimonatigen Roadtrips Bekanntschaft mit tief verwurzeltem Rassismus. Sie orientieren sich bei der Reise am »Negro Motorist Green Book«, das die wenigen Unterkünfte und Restaurants aufführt, die auch schwarze Kunden bedienen. Der Film soll Ende Januar in die deutschen Kinos kommen. Zum zweitbesten Film wurde bei der Preisverleihung am Sonntag (Ortszeit) das einfühlsame Drama »If Beale Street Could Talk« von Regisseur Barry Jenkins (»Moonlight«) gekürt. Alfonso Cuaróns Film »Roma«, gerade beim Filmfest in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet, kam auf Platz drei. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.09.2018, Seite 11, Feuilleton

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