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Vilnius-Werbekampagne in der Kritik

Vilnius. In Litauen sorgt eine neue Werbekampagne von Vilnius für Wirbel. Mit dem Slogan »Niemand weiß, wo es ist, aber wenn man es findet, ist es großartig« will sich die Hauptstadt des Baltenstaats im Ausland als »G-Punkt Europas« vermarkten. Von Donnerstag an soll damit in Berlin und London um Touristen geworben werden.

Daran gibt es in dem katholisch geprägten EU- und NATO-Land Kritik – nicht zuletzt wegen des anstehenden Papstbesuchs im Herbst. »Ich denke, dass eine merkwürdige Art der Werbung gewählt wurde«, sagte Regierungschef Saulius Skvernelis am Dienstag im litauischen Radio. Angesichts des »sehr wichtigen Besuchs in Litauen« hätte dafür vielleicht aber ein besserer Zeitpunkt gewählt werden sollen, erklärte er mit Blick auf die geplante Baltikumreise von Papst Franziskus im September. Kritik kam auch von der litauischen katholischen Kirche, aus deren Sicht die Werbung das Bild von Vilnius als Stadt für Sextourismus befördere. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.08.2018, Seite 15, Medien

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