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Frankreich: Lafarge soll IS finanziert haben

Paris. Die französische Justiz erhöht den Druck auf den Zementhersteller Lafarge: Wegen des Verdachts auf Finanzierung syrischer Dschihadisten leitete sie am Donnerstag ein Ermittlungsverfahren gegen den international tätigen Konzern ein, wie die Nachrichtenagentur AFP von seiten der Ermittler erfuhr. Zwei Nichtregierungsorganisationen sprachen von einer »historischen Entscheidung«. Die Vorwürfe lauten auf »Finanzierung terroristischer Aktivitäten«, »Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit« und »Gefährdung des Lebens anderer«. Der Konzern soll Schutzgelder unter anderem an die Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« (IS) gezahlt haben, damit ein Zementwerk in Dschalabija rund 150 Kilometer nordöstlich von Aleppo trotz des Syrien-Krieges in Betrieb bleiben konnte. Zudem soll er den Dschihadisten Öl abgekauft und damit gegen EU-Sanktionen verstoßen haben. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.06.2018, Seite 1, Ausland

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