Aus: Ausgabe vom 27.06.2018, Seite 8 / Abgeschrieben

»Krieg beginnt hier«: Protestaktion am Wochenende in Büchel

Unter dem Titel »Atomare Abrüstung auf die Tagesordnung setzen!« veröffentlichte die Kampagne »Krieg beginnt hier« am Dienstag folgende Pressemitteilung:

Regionale Friedensgruppen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland rufen dazu auf, sich am Wochenende an der Protestaktion der Kampagne »Krieg beginnt hier« vor dem Fliegerhorst und Atomwaffenlager Büchel zu beteiligen.

»Die aktuelle Eskalation um das Abkommen mit dem Iran zeigt, wie notwendig ein Verzicht auf Atomwaffen durch alle Beteiligten in der Region und weltweit ist«, so die Kampagne. Die Friedensgruppen unterstützen die laufende Aktionspräsenz »Büchel ist überall – atomwaffenfrei jetzt« 2018: »20 Wochen gegen 20 Bomben in Büchel«.

»Wir unterstützen die Forderungen nach einem Verzicht auf die Modernisierung bzw Aufrüstung der dort stationierten Atomwaffen und nach einem Abzug dieser Massenvernichtungswaffen«, so Markus Pflüger von der AG Frieden Trier. Mit ihr rufen Pax Christi, Friedensnetz Saar, die Friedensinitiative Westpfalz, die Gruppen Trier und Mainz der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner sowie Military Counseling Network e. V. zu den Protesten in Büchel in der Eifel auf.

»Wir fordern die Bundesregierung auf, dem Beispiel vieler Staaten zu folgen und das UN-Atomwaffenverbot zu unterzeichnen«, so Waltraud Andruet vom Friedensnetz Saar. (...)

Die Friedensgruppen treffen sich am Samstag, dem 30. Juni, um 10 Uhr am Friedenscamp nahe dem Fliegerhorst in Büchel. Sie wollen den ganzen Tag für eine atomwaffenfreie Welt protestieren und mit Informationen, Rede- und Musikbeiträgen für Abrüstung werben. Interessierte können von Samstag auf Sonntag im Zelt übernachten, Abschluss ist Sonntag um zwei Minuten vor 12 Uhr – das ist der aktuelle Stand der Doomsday-Clock. Diese symbolische Uhr der Atomwissenschaftler verdeutlicht das derzeitige Risiko eines Atomkrieges.

Weitere Informationen: krieg-beginnt-hier.de

Das Außenministerium Venezuelas nahm am Montag zu den neuen EU-Sanktionen gegen das südamerikanische Land Stellung:

Die Bolivarische Republik Venezuela verurteilt entschieden die durch die heute im Außenpolitischen Rat verabschiedete Annahme völkerrechtswidriger restriktiver Maßnahmen gegen elf Funktionäre des venezolanischen Staates fortgesetzte Aggression und Einmischung der Europäischen Union, die eine offene Einmischung in die souveränen Angelegenheiten unseres Landes darstellt. (...)

Es ist überraschend, wie offenkundig sich die Europäische Union der Trump-Administration unterordnet und deren aggressive Aktionen gegen Venezuela nachahmt, die von den am meisten extremistischen und kriegstreiberischen Teilen dieser Regierung entworfen werden. Die multipolare Welt erwartet von der Europäischen Union Unabhängigkeit gegenüber der offensichtlichen Gefahr eines Wiederauflebens des Unilateralismus. (...)

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