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WM-Enquetekommission

Das muss man erst mal bringen

Foto: Susana Vera/Reuters
So schnell geht das: Das Bild von Nationaltrainer Lopetegui verblasst

Spanien ist das neue Union Berlin, mindestens: Warfen die Köpenicker Komiker kurz vor Nikolaus 2017 ohne Angabe von triftigen Gründen ihren Erfolgstrainer Jens Keller raus, um sich vom vierten Tabellenplatz der zweiten Liga in den Abstiegskampf zu begeben, so köpft der spanische Verband zwei Tage vor Fußball-WM-Beginn die »Furia Roja« und entlässt Nationaltrainer Julen Lopetegui. »Es ist ein harter Schlag, aber wir stehen zusammen, um nach vorne zu schauen«, sagte der neue Verbandschef Luis Rubiales auf einer Pressekonferenz am Mittwoch im Teamquartier in Krasnodar. Ist vorne das neue Hinten? Real Madrid hatte tags zuvor bekanntgegeben, dass der 51jährige Extorwart zur neuen Saison Chefcoach beim Champions-League-Sieger wird. Anscheinend ist das ein Kündigungsgrund. Auch wenn Lopetegui seit seinem Amtsantritt 2016 als Nachfolger von Vicente del Bosque keines seiner 20 Spiele verloren hat. Rubiales nennt dies »eine komplizierte Situation, die komplizierteste, die man sich vorstellen kann«. Ohne Trainer gehen die Spanier morgen in Sotschi ins Spiel gegen Europameister Portugal. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.06.2018, Seite 16, Sport

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