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Verdi droht mit Streiks bei Real

Berlin. Der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Supermarktkette Real spitzt sich zu. Im Streit um die künftige Bezahlung der Mitarbeiter droht die Gewerkschaft jetzt auch mit Streiks. Die rund 34.000 Beschäftigten hätten keine Zeit zu verlieren und müssten ihre beruflichen und finanziellen Interessen wahren, sagte das für den Handel zuständige Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger am Freitag. Zu diesem Zweck seien auch Streiks nicht ausgeschlossen. Real hatte im Frühjahr Tarifflucht begangen und war vom Handelsverband Deutschland (HDE) zur »Unternehmervereinigung für Arbeitsbedingungen im Handel und Dienstleistungsgewerbe« (AHD) gewechselt. Diese schließt Tarifverträge vorzugsweise mit der zum christlichen Gewerkschaftsbund gehörenden unternehmerfreundlichen »Gewerkschaft« DHV ab – zu deutlich schlechteren Bedingungen für die Beschäftigten. Nach Verdi-Angaben bedeutet eine Bezahlung nach dem DHV-Tarifvertrag etwa für eine Verkäuferin in Bayern im Jahr rund 9.500 Euro weniger Lohn. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.06.2018, Seite 5, Inland

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