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Iran-Embargo: Kritik von BRD-Wirtschaft

Berlin. Wirtschaftsverbände kritisierten am Mittwoch in Berlin scharf den Aufruf Washingtons an deutsche Unternehmen, den Austausch mit Teheran unverzüglich zurückzufahren. Der Industrieverband BDI und der DIHK appellierten an Bundesregierung und EU, den europäischen Handel mit Iran zu schützen. Der Außenhandelsverband BGA warnte vor Chaos.

Deutschland ist neben Frankreich einer der wichtigsten europäischen Handelspartner des Iran. Der deutsch-iranische Handel hatte 2017 nach Angaben des BGA ein Volumen von 3,4 Milliarden Euro erreicht.

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Präsident Donald Trump hatte den Rückzug der USA aus dem Atomabkommen sowie neue Sanktionen gegen Teheran angekündigt. Der neue US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, forderte deutsche Firmen prompt auf, Geschäfte mit dem Iran »sofort« herunterzufahren.

BDI-Präsident Dieter Kempf kritisierte, er habe dafür kein Verständnis. DIHK-Präsident Eric Schweitzer sagte, »die Äußerungen des neuen US-Botschafters sorgen für große Verunsicherung und Verstimmung bei der deutschen Wirtschaft«. Industriepräsident Kempf monierte die »völkerrechtswidrige extraterritoriale Anwendung von Sanktionen, wie sie den USA vorschwebt«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.05.2018, Seite 9, Kapital & Arbeit

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