-
11.05.2018
- → Kapital & Arbeit
Iran-Embargo: Kritik von BRD-Wirtschaft
Berlin. Wirtschaftsverbände kritisierten am Mittwoch in Berlin scharf den Aufruf Washingtons an deutsche Unternehmen, den Austausch mit Teheran unverzüglich zurückzufahren. Der Industrieverband BDI und der DIHK appellierten an Bundesregierung und EU, den europäischen Handel mit Iran zu schützen. Der Außenhandelsverband BGA warnte vor Chaos.
Deutschland ist neben Frankreich einer der wichtigsten europäischen Handelspartner des Iran. Der deutsch-iranische Handel hatte 2017 nach Angaben des BGA ein Volumen von 3,4 Milliarden Euro erreicht.
Präsident Donald Trump hatte den Rückzug der USA aus dem Atomabkommen sowie neue Sanktionen gegen Teheran angekündigt. Der neue US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, forderte deutsche Firmen prompt auf, Geschäfte mit dem Iran »sofort« herunterzufahren.
BDI-Präsident Dieter Kempf kritisierte, er habe dafür kein Verständnis. DIHK-Präsident Eric Schweitzer sagte, »die Äußerungen des neuen US-Botschafters sorgen für große Verunsicherung und Verstimmung bei der deutschen Wirtschaft«. Industriepräsident Kempf monierte die »völkerrechtswidrige extraterritoriale Anwendung von Sanktionen, wie sie den USA vorschwebt«. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!