Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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Aus: Ausgabe vom 05.05.2018, Seite 15 / Geschichte

Anno … 19. Woche

1873, 9. Mai: An der Wiener Börse kommt es zu einer Reihe von Firmeninsolvenzen infolge ungedeckter Kredite (»Schwarzer Freitag«). Da zuvor viel deutsches Kapital nach Österreich-Ungarn geflossen war, weitet sich die Krise auch auf das Deutsche Reich aus, dessen Wirtschaft nach den sogenannten Gründerjahren unter Überproduktion leidet.

1933, 10. Mai: Bei einer inszenierten Aktion werden unter Führung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes in Berlin sowie in 21 weiteren Universitätsstädten Bücher unliebsamer Autoren verbrannt. In Berlin werden ca. 25.000 Bücher in die Flammen geworfen, unter ihren Urhebern zahlreiche lebende Schriftsteller, die sich der politischen Linken zugehörig fühlen oder sich gegen die Nazis engagiert haben. Die Veranstalter der »Aktion gegen den undeutschen Geist« beziehen sich explizit auf die beim Wartburgfest 1817 erfolgte Bücherverbrennung. Ähnliche Aktionen finden bis in den Spätsommer hinein in Dutzenden anderen Städten und Dörfern statt.

1958, 9.–16. Mai: Im maßgeblich unter US-amerikanischen Einfluss stehenden Libanon kommt es zu einem Aufstand. Nachdem der Herausgeber einer oppositionellen Zeitung ermordet worden ist, stürmen aufgebrachte Demonstranten das Amerikahaus in Tripoli und zünden es an. Bald greifen die Demonstrationen auf die Hauptstadt Beirut über. Am 12. Mai findet ein Generalstreik gegen die prowestliche Politik von Staatspräsident Camille Chamoun statt. Am selben Tag wird in der Nähe der syrischen Grenze eine Erdölpipeline in die Luft gesprengt. Der Aufstand wird mit Hilfe der USA, die Waffen an die Regierung liefern, niedergeschlagen. Im Nordosten des Libanon setzt die Armee dafür auch Panzer und Düsenjäger ein.

1968, 10. Mai: Das Hamburger Landgericht urteilt, dass es zulässig sei zu behaupten, die Springer-Medien (Bild, Hamburger Abendblatt, Die Welt, B. Z., Berliner Morgenpost) verfälschten die Wahrheit. Der Journalist Kai Hermann hatte zuvor nach den Ereignissen rund um den Vietnamkongress und dem Mordanschlag auf Rudi Dutschke in einem Artikel in der Wochenzeitung Die Zeit (»Goebbels Erben«) die Hetze des Springer-Verlags angeklagt und war daraufhin verklagt worden.

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